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Auf dem Gipfel!

Dienstag, 9. Juni 2020 (16:20:34 Uhr)

Deutschland existierte in Form von 2 Staaten, erste Pflänzchen der Perestroika gedeihten, der Mauerfall war aber noch ein Traum. Man schrieb das Jahr 1987, die männliche C-Jugend der TG Biberach hatte sich souverän für die Württembergische Oberliga qualifiziert. Den damaligen TG-Trainer Dietmar Hummler und Uwe Engel war durchaus bewusst, dass hier eine Truppe mit Potential am Werk war, was sich dann aber in den folgenden 3 Jahren abspielte und sich heuer somit zum 30. Mal jährt - sollte alle kühne blaugelben Handball-Träume ad absurdum führen.


Das Team um den heutigen Jugendleiter Peter Engel wurde mit einem 195cm großen Torhüter namens Uwe Ströbele (der später mal 2. Basketball-Bundesliga spielte) aus Ehingen verstärkt, somit war man erstmals in der Lage - so wie es sich gehört - 2 Torhüter zu stellen. Das 1. Spiel in der Oberliga hatte es gleich in sich, die TG musste zum amtierenden Württembergischen D-Jugendmeister TV Unterhausen, deren Jungs aber eben nun altersbedingt in die C-Jugend aufrutschten. Die TG-Jungs waren hochmotiviert und wollten gleich zu Saisonbeginn ein Zeichen setzen! Es wurde in der Tat eine Ansage, die TG deklassierte Unterhausen in deren Halle mit 20-6. Die nächste harte Nuss zu knacken galt es dann im 2. Heimspiel, als Topfavoriten Neuhausen/Erms in die PG- Arena kam. Biberach zeigte eine tolle Leistung und zwang die Ermstäler mit 22-15 in die Knie, man hatte damit die Tabellenspitze übernommen. Der Platz an der Sonne war auch dank einer gewissen Überheblichkeit dann schnell wieder weg, unsere Jungs leisteten sich innerhalb 4 Wochen in 3 Spielen 2 Niederlagen, von Trainerseite aus wurde Gesprächsbedarf angemeldet. Es sollte einen Nutzen haben, von Römer& Co erkannten, dass man mit Vollgas-Handball niemand fürchten muss. Kein Spiel wurde mehr abgegeben und letztendlich eroberten sich die Biber die Tabellenführung wieder zurück und gaben diese nicht mehr her. Platz 1 berechtige nun zum Halbfinale um die Württembergische Meisterschaft. Biberach hatte zuerst Heimrecht und traf auf den TSV Bartenbach. Die Rissstädter erwischten keinen guten Tag und erspielten sich mit Mühe und Glück ein Unentschieden. Die Gäste aus dem Filstal jubelten sehr siegessicher beim Spielende und wähnten sich bereits im Württembergischen Finale. 1 Woche später im Rückspiel packte die TG den Turbo aus und besiegte Bertenbach in eigener Halle klar. Erstmals seit vielen Jahren stand eine männliche Jugend der TG Biberach wieder in einem Württembergischen Finale welches damals noch mit Hin-und Rückspiel ausgetragen wurde. Man schrieb den 19.3.1988 als der TV Nenningen zum 1.Spiel in der PG-Arena antrat. Teil 1 des Dramas stand an!


Fortsetzung folgt!


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